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Söğüt / Osmanische Sultane / 27. Sultan

Abdülhamid I.

1774 – 1789

Abdülhamid I. portresi

27. Osmanischer Sultan

Abdülhamid I.

Regierungszeit
1774 – 1789
Geboren
1725
Gestorben
1789

Der Friede von Küçük Kaynarca und der Verlust der Krim fallen in seine Zeit.

Sultan Abdülhamid I. wurde am 20. März 1725 in Istanbul geboren. Sein Vater war Ahmed III., seine Mutter Rabia Şermi Sultan. Seine Mutter ließ ihn gründlich ausbilden. Er ging alle zu seiner Zeit verfügbaren Geschichtswerke durch und befasste sich auch mit der Kalligraphie. Er galt als barmherziger, höflicher und arglos, gerader Mensch. Während seiner Herrschaft unternahm er zahlreiche Reformen und Bauvorhaben. Mit den Staatsgeschäften befasste er sich stets eingehend und teilte seinen Wesiren zu jeder Frage seine Gedanken und Ansichten mit. Er bemühte sich, fähige Wesire zu ernennen, und verhielt sich dem Volk gegenüber immer mitfühlend und maßvoll.

Abdülhamid I. war eben erst auf den Thron gelangt, als er hörte, dass man von ihm ein Thronbesteigungsgeschenk verlange. Die Brauen zusammenziehend und streng werdend, sagte er:

„In der Schatzkammer gibt es kein Geschenk; von nun an werde kein Thronbesteigungsgeschenk mehr gegeben! Unser Erlass werde unseren Soldatensöhnen verkündet!"

Die Soldaten murrten ein wenig, zerstreuten sich aber, ohne die Sache weiterzutreiben.

Abdülhamid I. ging politische und militärische Reformen an. Er eröffnete Schulen nach europäischer Art und versuchte, dem Janitscharenkorps und der Flotte ein neues Gesicht zu geben. Er gründete das Korps der Schnellfeuer-Artilleristen, ließ die Janitscharen zählen und diejenigen ermitteln, die unnötig überhöhten Sold bezogen. Großwesir Halil Hamid Pascha, der diese Maßnahmen durchführte, wurde von denen, deren Vorteile darunter litten, beim Sultan angeschwärzt. Trotz all seiner guten Arbeit wurde Halil Hamid Pascha auf Befehl des in dieser Sache in die Irre geführten Abdülhamid I. hingerichtet.

Bei allen Misserfolgen wurde Abdülhamid I. unter den osmanischen Sultanen wegen seines guten Willens und seines Eifers in Erinnerung behalten. Bei dem Brand, der im Sommer 1782 in Istanbul ausbrach, leitete er die Löscharbeiten persönlich und gewann dadurch die Zuneigung und Anerkennung des Volkes.

Vom Volk wegen seiner Frömmigkeit und Güte als „Heiliger" angesehen, starb Abdülhamid I. im April 1789 im Alter von vierundsechzig Jahren nach einer Herrschaft von fünfzehn Jahren, zwei Monaten und siebzehn Tagen. Er wurde in dem von ihm selbst errichteten Grabmal in Bahçekapı bestattet.

  • Söhne: Mustafa IV., Mahmud II., Murad, Nusret, Mehmed, Ahmed, Süleyman
  • Töchter: Esma, Emine, Rabia, Saliha, Alimşah, Dürrüşehvar, Fatma, Melikşah, Hibetullah Zekiye

Quelle: Osmanlı Tarihi Interaktif CD-ROM (Türk Tarih Kurumu Yayınları XXXI. Dizi-Sa.2)