3. Osmanischer Sultan
Murad I.
Hüdavendigâr
- Regierungszeit
- 1359 – 1389
- Geboren
- 1326
- Gestorben
- 1389
Er setzte die Ausdehnung in Rumelien fort. Nach der Schlacht auf dem Amselfeld kam er auf dem Schlachtfeld ums Leben.
Sultan Murad I. wurde 1326 in Bursa geboren. Sein Vater war Orhan Gazi, seine Mutter Nilüfer Hatun (Holofira), Tochter des byzantinischen Herrn von Yarhisar. Murad I. war hochgewachsen, mit rundlichem Gesicht und großer Nase, von kräftigem, muskulösem Körperbau.
Auf dem Kopf trug er eine Kappe nach Mevlevi-Art, um die ein Turban gewunden war. Er kleidete sich sehr schlicht und mochte weiße Gewänder auf rotem Grund. Seinen ersten Unterricht erhielt er von seiner Mutter Nilüfer Hatun; später ging er nach Bursa, um seine Ausbildung abzuschließen, und arbeitete in den dortigen Medresen mit Männern der Wissenschaft und der Kunst.
Murad I. war ein sehr höflicher, gewinnender und überaus ausgeglichener Mensch. Gelehrten und Künstlern erwies er Achtung, den Armen und Verlassenen begegnete er mit Mitgefühl. Er war ein begabter Soldat und Staatsmann. Als „Murad Gazi, König der Derwisch-Gazis und ihrer Scheiche" bekannt, handelte er sein Leben lang planvoll und geordnet.
Obwohl ihn die byzantinische Kirche als Ungläubigen und Feind Christi ansah, gewann er die Zuneigung der christlichen Bevölkerung in den eroberten Gebieten, weil er sie gut behandelte. Ab 1382 „Murad Hüdavendigâr" genannt, wurde er nach der ersten Schlacht auf dem Amselfeld beim Gang über das Schlachtfeld vom serbischen Adligen Miloš Obilić, dem Schwiegersohn des serbischen Königs Lazar, erdolcht und fiel als Märtyrer (1389).
- Söhne: Yakub Çelebi, Yıldırım Bayezid, Savcı Bey und İbrahim
- Töchter: Nefise und Sultan Hatun
Quelle: Osmanlı Tarihi Interaktif CD-ROM (Türk Tarih Kurumu Yayınları XXXI. Dizi-Sa.2)