19. Osmanischer Sultan
Mehmed IV.
Avcı, der Jäger
- Regierungszeit
- 1648 – 1687
- Geboren
- 1642
- Gestorben
- 1693
Mit sieben Jahren auf den Thron gekommen; hervor treten die Großwesire der Köprülü-Zeit. Nach dem Scheitern der zweiten Wiener Belagerung abgesetzt.
Sultan Mehmed IV. wurde am 2. Januar 1642 in Istanbul geboren. Sein Vater war Sultan İbrahim I., seine Mutter Turhan Hatice Sultan. Er war von mittlerer Größe, hellhäutig und von wettergegerbtem Gesicht. Weil er so viel ritt, war sein Körper nach vorn gebeugt. Seine Mutter erzog ihn sehr gut, und er erhielt eine gute Ausbildung. Nach der Ermordung seines Vaters İbrahim wurde er am 8. August 1648 mit erst sieben Jahren Sultan. Er war der Jagd und der Literatur sehr zugetan; wegen seiner Leidenschaft für die Jagd kennt ihn die Geschichte als „Avcı Mehmed", Mehmed den Jäger.
Er verbot den Alkohol und ließ die Brennereien schließen. Mit der Übergabe des Großwesirats an die Familie Köprülü traf er eine sehr richtige Entscheidung.
Ein großer Teil seines Lebens verging in Palastintrigen. Nach der Niederlage bei der zweiten Belagerung Wiens wurde er am 8. November 1687 durch einmütigen Beschluss des Heeres und der Staatsmänner abgesetzt. Sein weiteres Leben verbrachte er in völliger Gefangenschaft in einem Zimmer des Palastes mit zwei Konkubinen an seiner Seite. Er starb am 6. Dezember 1693 in Edirne. Sein Leichnam wurde nach Istanbul gebracht und in seinem Grabmal an der Yeni-Moschee neben seiner Mutter Turhan Sultan bestattet.
- Söhne: Mustafa II., Ahmed III., Bayezid
- Töchter: Hatice Sultan, Safiye Sultan, Ümmü Gülsüm Sultan, Fatma Sultan
Quelle: Osmanlı Tarihi Interaktif CD-ROM (Türk Tarih Kurumu Yayınları XXXI. Dizi-Sa.2)